Facebook zählt zu den beliebtesten Arbeitgebern weltweit. Daniel, Technischer Manager im Headquarter, verrät WELCOMESPY, warum er seinen Job beim Social-Network-Giganten so liebt.

Daniel Olmedilla_Facebook

Daniel arbeitet seit 2014 als Technischer Manager im Facebook Headquarter in Silicon Valley (Kalifornien.)

Werbung, da Markennennung. Unbeauftragt. 

Daniel, was machst du in deinem Job bei Facebook genau?

Ich bin Technischer Manager im Business Integrity-Bereich in Menlo Park, Kalifornien. Eines unserer Ziele ist es sicherzustellen, dass die Inhalte auf unseren Plattformen unseren Richtlinien entsprechen: Auf Facebook Market Place dürfen zum Beispiel keine Tiere verkauft werden. Auch dürfen Anzeigen keine jugendgefährdenden Inhalte enthalten. Um das sicherzustellen, benötigen wir Algorithmen und Tools, die Content verstehen, ihn automatisch filtern oder für die Überprüfung durch den Benutzer kennzeichnen können. Ich unterstütze eine Reihe von Teams, die sich in diesem Zusammenhang mit Themen wie Infrastruktur, Künstlicher Intelligenz und Machine Learning befassen.

 

Facebook-campus

Blauer Himmel, inspirierende Atmosphäre: der Facebook Campus (Menlo Park) in Silicon Valley.

 

Was gefällt dir an deiner Arbeit am meisten?

Ich finde es toll, dass Facebook von einer Mission getrieben ist. Solche Unternehmen findet man selten. Die Arbeit bei Facebook fordert allein technisch enorm heraus: Unsere Systeme müssen in einem unglaublichen Umfang funktionieren, um den mehr als zwei Milliarden Usern unserer App-Familie gerecht zu werden. Gleichzeitig ist Integrität ein wichtiger Teil unserer Strategie und konzentriert sich darauf, Benutzer vor schlechten oder unerwarteten Erfahrungen bei der Verwendung von Facebook zu schützen. Dafür lohnt es sich, hart zu arbeiten.

Und noch etwas gefällt mir bei Facebook sehr gut: Unsere Unternehmenskultur unterscheidet sich von vielen anderen Unternehmen auch darin, dass Facebook seinen Mitarbeitern eine immense Verantwortung überträgt. Das fängt bereits bei Praktikanten an. Jeder Mitarbeiter kann hier an einem Produkt arbeiten, das täglich von so vielen Menschen verwendet wird. Facebook behandelt alle Mitarbeiter gleichwertig, unabhängig von ihrer Position innerhalb des Unternehmens.

Konferenzraum

Hier gedeihen nicht nur Bäume an den Wänden, sondern auch Inspiration und Dialog.

 

Jobs bei Facebook sind extrem begehrt. Wie hast du es nach Silicon Valley geschafft?

Bei einer Konferenz habe ich einige Facebook-Manager getroffen. Nach einem kurzen Gespräch über verschiedene technische Themen luden sie mich ein, den Facebook-Campus zu besuchen. Dort traf ich mich mit den Managern und einem Abteilungsdirektor zum Mittagessen. Der setzte sich gleich im Anschluss mit mir in Verbindung – natürlich über Facebook. Er fragte, ob für mich etwas von dem, was wir besprochen haben, interessant klang und ob ich an einem Interview interessiert wäre. Danach begann der professionellste Interviewprozess, den ich jemals durchlaufen habe.

Logo Facebook in Menlo Park

Ideenwand bei Facebook

Die nächste große Idee oder einfach die nächste Mahlzeit? Facebook will’s wissen.

 

Bevor du zu Facebook gegangen bist, warst du schon für Unternehmen in Spanien und Deutschland tätig. Arbeitet man in den USA anders als in Europa?

Generell setzen Silicon Valley-Tech-Unternehmen einen unglaublichen Fokus auf die Entwicklung von Technologie, um das Wachstum voranzutreiben. In Europa hingegen wird Technologie häufig eher als eine Kostenstelle betrachtet, die zur Aufrechterhaltung des Wachstums erforderlich ist. Das mag ähnlich klingen, aber der Unterschied ist, dass Unternehmen in den USA häufig stark in Technologie investieren, um langfristig eine erhebliche Rendite ihrer Investitionen zu erzielen. Es sei jedoch angemerkt, dass mein früherer Arbeitgeber XING hier eine Ausnahme darstellt: Zusammen mit Spotify ist es das am meisten technologiegetriebene Unternehmen in Europa, das ich kenne.

Bunte Wandbemalung im Facebook-Headquarter

Starre Denkweisen bitte draußen lassen.

 

Was wird die größte technische Herausforderung in den nächsten zehn Jahren sein?

Das ist schwer zu sagen, da sich Benutzer und Technologie immer schneller verändern. Zehn Jahre sind ein viel zu langer Zeitraum, um Vorhersagen treffen zu können. Ich persönlich bin gespannt auf die Weiterentwicklungen im Bereich Virtual Reality und die Herausforderungen, denen wir uns bei ihrer Verwendung im Alltag stellen müssen.

Treffpunkt bei Facebook

Online wie offline gilt: Wenn man sich auskennt, findet man den Weg ganz schnell.

 

Online- oder Offline-Freundschaft – was bevorzugst du?

Nichts geht über einen Drink oder ein Essen mit einem guten Freund! Soziale Netzwerke ergänzen das sehr gut. Ich freue mich immer, dort Bilder von mir nahestehenden Menschen zu sehen, die ich nicht täglich treffen kann. Das hält mich mit meiner Familie oder Freunden in Verbindung, die weit entfernt in Spanien oder Deutschland leben. 

Facebook-bunte-Wand

Weiße Wände kann jeder. Bei Facebook darf’s dagegen auch gerne mal bunt sein.

 

Über Daniel

Daniel Olmedilla

Daniel ist seit Ende 2014 Technischer Manager im Facebook Headquarter in Menlo Park. Nach seinem Phd-Studium in Madrid und Hannover arbeitete er bei Telefónica, Deloitte und Xing. In seiner Freizeit macht er am liebsten Sport aller Art. Außerdem reist er viel und gern.

 

Wenn dich dieses Interview interessiert hat, könnte dir mein Blogbeitrag über meinen Besuch im deutschen eBay-Headquarter in Berlin auch gefallen. Schau doch mal rein.

 

Vielen Dank an Daniel für die Einblicke in den Arbeitsalltag bei Facebook.

Fotos: Daniel, Facebook

 

 

4 Kommentare
  1. Milena says:

    Tolle Insights in eines der bekanntesten Unternehmen der Welt und seine Unternehmenskultur. Vielen Dank lieber WelcomSpy, ich freue mich immer sehr auf deine Beiträge.

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