Lebende Tiere im Museum? Na klar! In den „NaturWelten“ im Landesmuseum Hannover kreucht, fleucht und schwimmt es um die Wette. WELCOMESPY war einen Tag als Tierpfleger im Einsatz.

Werbung. Unbeauftragt. 

Hummer in Hummerbecken

Hi, Hummer! Beim Blick hinter die Kulissen im Aquarium des Landesmuseums Hannover treffe ich zuerst diesen blauen Kollegen.

So sieht es hinter den Aquarien aus. Eine Welt voller Pumpen, Klimaanlagen und einer Menge Technik rund um die Wasseraufbereitung. Hier gibt es Süßwasserbecken, Salzwasserbecken, Warmwasserbecken und Kaltwasserbecken. Und alle Bewohner haben ganz unterschiedliche Anforderungen an Sauerstoffzufuhr, Mineraliengehalt, Wassertemperatur und Strömung.

Pressesprecher Dennis von Wildenradt führt WELCOMESPY herum. Hier erklärt er mir die Vorteile von Brabantbuntbarschen: „Die Fische fressen den Algenrasen, der sich auf Steinen und den Blättern von Wasserpflanzen bildet. So erstrahlt alles immer in einem frischen Grün. Das wiederum hat eine beruhigende und entspannende Wirkung auf die Besucher. Die klopfen jetzt viel weniger an die Scheiben, was die Tiere früher immer sehr gestresst hat.“

Welcome to hell? Von wegen! Diese Fische mit den rasiermesserscharfen Zähnen sind gar nicht so blutrünstig, wie sie in Filmen oft dargestellt werden, sondern vielmehr eine Art „Flusspolizei“. Vorwiegend fressen Piranhas nämlich Tiere, die verletzt, krank oder tot sind. So helfen sie, die Gewässer sauber zu halten.

Bunte Fische

Gleich nebenan wird es richtig bunt: Korallen, Fische und Seeanemonen tummeln sich in den Warmwasserbecken. Wusstet ihr, dass Fische im Aquarium auf ihre schlanke Linie achten müssen? Wer sich nicht so viel bewegen muss wie in freier Wildbahn, setzt – auch unter Wasser – Fett an. Zum Glück gibt es im Aquarium des Landesmuseums rund um die Uhr aufmerksame Tierpfleger, die das zu verhindern wissen. Sie haben alles unter Kontrolle, kennen (und lieben!) ihre Fische wie andere ihre Haustiere.

Nemo ist auch da!

Rote Neons

Und viele Rote Neons.

Fische im Aquarium

Ebenfalls am Start: farbenfrohe Fische aus dem Malawisee in Ostafrika.

Mein lieber Scholli! Stan und Ben, die beiden neugierigen Plattfische, beobachten mich auf Schritt und Tritt. Subtil geht anders, Freunde! So werdet ihr trotz eurer bemerkenswert guten Tarnung nie erfolgreiche Geheimagenten.

Ich bin aufgetaucht aus der Unterwasserwelt, denn für die Bewohner in den Terrarien ist jetzt Frühstückszeit. Pfeilgiftfrösche, Schlangen, Spinnen & Co. haben Hunger!

Extra für den Fototermin haben sich heute alle besonders gut getarnt und versteckt. So genau wir auch suchen, es ist weit und breit niemand zu sehen. Nun denn, die Insektenmahlzeit hat hoffentlich trotzdem geschmeckt. Jetzt geht’s weiter zu den Echsen. Die kann man wenigstens sehen.

Sein Name ist Agame. Bart Agame. Das in Australien beheimatete Reptil liebt Hitze und liegt gerne unter den 300 Watt starken Halogenstrahlern im Terrarium. Aber jetzt ist erst mal Kuscheln mit dem Spion angesagt.

Warum unter den Strahlern liegen, wenn man auch darauf abhängen kann? Das Männchen im Terrarium der Grünen Leguane ist in dieser Hinsicht den Bartagamen weit voraus.

Das Leguan-Weibchen chillt auf seinem Lieblingsast.

Posen kann sie!

Fressen auch. Mhmmm, Mangold à la WELCOMESPY!

 

Über das Landesmuseum Hannover

Das Landesmuseum Hannover nennt sich selbst WeltenMuseum: Unter einem Dach und auf drei Etagen vereint es die drei Welten NaturWelten, MenschenWelten und KunstWelten. Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen ergänzen das unterjährige Angebot. Zudem ist das Landesmuseum ein eingetragener Zoo.

Vielen Dank an das Landesmuseum Hannover für die Unterstützung meiner Recherche vor Ort.

Fotos: André Weißgerber
Fotos Landesmuseum, Korallenbecken: Landesmuseum Hannover

4 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.